Samstag, 20. Oktober 2012

Ausflug und mehr


Inzwischen habe ich ein Video aufgenommen, dass die WG von innen zeigt. Leider ist es etwas verwackelt, was aber kein Wunder ist, wenn man filmt und sich gleichzeitig bewegt. Man findet es neben einer Skizze der Einrichtung nun unter: http://david-in-israel.blogspot.co.il/p/meine-einrichtung-wg.html

Montags war ich den ganzen Tag am Strand und dachte mir, dass ich die Sonne nochmal ausnutzen sollte. Doch wenn man denkt, dass man von einer Sache nicht genug bekommt, übertreibt man es meist. Am Abend war mein Gesicht rot und die Kollegen, die mit denen ich gemeinsam zu Abend aß, machten sich Sorgen. Jeder sagt dann: "Oh was hast du gemacht? Du bist so rot! sollen wir zu den Krankenschwester gehen?" Doch alles war natürlich halb so schlimm, besonders weil am Dienstag ein großer Ausflug anstand. Mit ca. 40 Behinderten machten wir uns gleich in der Früh auf den Weg. Ein Reisebus brachte uns ein CaféCafé in Bet Shemesh. Dort Frühstückten wir sehr vornehm und erstaunlicherweise konnten sich die Behinderten auch etwas zusammenreißen anständig zu essen. Dazu muss man sagen, dass natürlich nur die fittesten Behinderten mitgekommen sind. Nachdem die Behinderten fertig gespeist hatten, fragte mich Rivka, was ich gerne haben würde. Ich nahm das selbe Frühstück (Schafskäse, Tomatensalat, Omelett, etc.) wie die Behinderten, aber mit Eiscafé.



Anschließend fuhren wir weiter zur Sorek-Höhle, die nahe Bet Shemesh liegt. Eigentlich war es nicht erlaubt, Fotos aufzunehmen, aber als der Aufpasser und Gruppenführer weiter vorne war, nutze ich die Gelegenheit aus. Den Behinderten gefiel es natürlich sehr gut, auch wenn der Weg in der Höhle sehr schmal und rutschig war.


Da wir auf den letzten Kilometern nach Jerusalem wieder im Stau standen, kam der Zeitplan etwas durcheinander. Erst um 15.30 aßen wir in einem guten Restaurant in Jerusalem zu Mittag. Vor- und Hauptspeise waren typisch arabisch/israelische Küche, genauso wie die Baklava zum Nachtisch.



Während der weiteren Fahrt zur Klagemauer haben die Mitarbeiter die Behinderten nach ihren Wünschen und Sorgen gefragt und sie dann auf Zettel geschrieben. Jeder der Behinderten steckte dann seinen Zettel in die Westmauer des ehemaligen Tempels.


Zum Abschied gab es für jeden an einer Autobahnraststätte Cola oder Eis. Da ich heute schon um 6.30 Uhr zu Arbeiten anfing und es mittlerweile 20 Uhr war, entschied ich mich für Cola. 2 Minuten später kam Rivka und gab mir auch noch ein Eis. Später bekam ich dann nochmal Cola. Und weil ich angeblich nicht genug esse, bekam ich zum Schluss noch ein zweites Eis. Müde fuhren wir alle zurück zur Einrichtung.

Am Mittwoch kamen Studenten von der privaten Universität Herzliya zu uns. Ich unterhielt mich mit einer, die wissen wollte, wo der Keramikraum ist. Nach 2 Stunden zuschauen sind alle Studenten wieder gefahren. Eigentlich ist es schade, dass wir wenig mit Gleichaltrigen zu tun haben. Am Nachmittag freute ich mich sehr, dass Post von zu Hause kam. Und am Freitag holte ich unser Essen für die nächste Woche (Foto unten), und schlief den Nachmittag. Samstag musste ich Nachmittags/Abends arbeiten. Rivka schenkte mir mal wieder einen Kuchen.