Freitag, 31. August 2012

erste Woche in Israel


Am Sonntag bin ich also nachmittags in Jerusalem angekommen, wo ich auch die folgenden Tage verbrachte. Etwas ausruhen, durch die Stadt gehen und noch im Supermarkt Preise für die anderen Freiwilligen nachschauen und umrechnen, damit sie wissen was sie noch aus Deutschland mitnehmen können. Außerdem besorgte ich mir eine israelische Simkarte für mein Handy.
Wenige Tage später, genauer gesagt, am Donnerstag verabredeten sich Henriette, die auch schon früher nach Israel kam und ich in Tel Aviv. Also nahm ich den Bus von Jerusalem, der ca. eine Stunde in die Großstadt am Mittelmeer benötigt. Natürlich hatten wir Handynummern ausgetauscht und ich wollte gleich mal meine neue Simkarte testen. Doch nichts da! Egal welche Nummer ich wählte, egal ob mit Vorwahl oder ohne, es kam immer eine israelische Frauenstimme, die ich natürlich nicht verstand. Wie sollten wir nun einen Treffpunkt ausmachen? Mir kam die Idee einen Handyladen aufzusuchen, was ich dann auch nach einem langen Fußweg in der schwülen Tel Aviver Mittagshitze tat. Der russischsprachige, hebräiischsprechende und englischsprachige Mann konnte mir zwar nicht weiterhelfen, aber wenigstens durfte ich kostenlos bei Henriette anrufen. So verabredeten wir uns (natürlich) vor dem Nobelschuppen der Stadt, dem Sheraton Hotel, weil es schon von weitem sichtbar und unverfehlbar ist. Klar das wir bei der Mittagshitze sofort an den Strand zum Baden gingen. Schöne hohe Wellen und richtig warmes Wasser versprachen ein wunderbares Badevergnügen. Anschließend spazierten wir, immer am Meer entlang nach Old Jaffa, dem ältesten Stadtteil Tel Avivs. Hier gibt es Märkte, kleine Gassen und das bekannte Panorama über die Skyline der Mittelmeermetropole.

Typisches Touristenmotiv: Henriette und ich in Tel Aviv

In Old Jaffa sahen wir sehr viele Brautpaare, welche die schöne Kulisse für ein Fotoshooting nutzen. Noch ein kleiner Spaziergang zum Markt, auf dem man allerhand orientalische Sachen, wie Lampen und Teppiche kaufen kann, bevor wir uns nochmal im Meer abkühlten. Nun begleitete ich Henriette ihre Sachen aus dem Hostel zu holen. Zu Fuß gingen wir bis in die Rothschild Blvd., der bekanntesten Straße Tel Avivs mit den angesagtesten Restaurants. Spontan lud mich Henriette auf ein Eis ein. Und das hat besser als bei uns geschmeckt! Unvorstellbar viele Sorten in allen Geschmacksrichtungen machten die Auswahl etwas schwierig, aber schließlich konnten wir uns dann doch entscheiden. Henriette verabredete sich mit dem Israeli, den sie im Flugzeug kennenlernte und durch ihn später einen Einblick in das berühmte Nachtleben Tel Avivs bekam. Ich machte mich währenddessen zurück auf den Weg nach Jerusalem, wo noch mein ganzes Gepäck war.

Freitag, also heute, entschied ich mich mit Henriette in Haifa zu treffen, wo unser erstes Seminar am Sonntag beginnt. Fast gleichzeitig mit uns kamen die ersten Volontäre, direkt vom Flughafen abgeholt, im "Rutenberg Institute" an. Im Institut selbst gibt es, für Jungs und Mädels getrennt, 3 - Bettzimmer. Leider beginnt die Verpflegung erst am Sonntag und so machten wir uns noch am selben Abend auf, etwas zu Essen aufzutreiben. Trotz Schabbat, dem israelischen Ruhetag, hatten einige Geschäfte offen (Haifa ist keine religöse Stadt) und wir entschieden uns für eine Pizza. Da Henriette von einer Streetparty gehört hat, suchten wir auch noch diese. Und selbst ich war ein bisschen überrascht als mitten in der Stadt, umgeben von Wohnhäusern, laute Musik zu hören und tanzende Menschen zu sehen waren.


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Als die Party vorbei war, gingen wir in einen Irish Pub. Und völlig erschöpft und müde hatten wir dann noch einen langen Weg vor uns: Immer bergauf zum Rutenberg Institute, das oberhalb der Bahai-Gärten auf einem Berg liegt.Das Seminar beginnt übrigens am Sonntag und endet Mittwoch Abend mit der Abholung durch die einzelnen Einrichtungen. Berichte, Lustiges und Informatives findet ihr dann unter: http://david-in-israel.blogspot.co.il/p/einfuhrungsseminar-in-haifa.html oder oben über die schnelle Verlinkung.

Samstag, 25. August 2012

Zwischenstand & Reisebericht

Vor genau 2 Wochen machte ich mich auf den Weg. Mittlererweile bin ich fast angekommen. Nur noch die jordanisch/israelische Grenze trennt mich vom Ziel. 14 Tage die unterschiedlicher hätten kaum sein können liegen hinter mir. Zwischen Erholung pur und Bürgerkrieg, zwischen Orient und Okzident, zwischen Freude und riskantem Abenteuer. Die teilweise langweiligen, teilweise spannenden Berichte könnt ihr hier nachlesen: http://david-in-israel.blogspot.de/p/bericht-uber-die-anreise.html
Vielleicht blättert manch einer von euch nur die Bilder durch oder andere interessiert es gar nicht. Doch den Text habe ich in einem Stil geschrieben, der einfach authentisch wirken soll. Wie als wäre man dabei gewesen. Klar, man mag an einigen Stellen schmunzeln - manches vielleicht nicht sofort verstehen. Aber es lohnt sich einfach etwas herum zu stöbern. An einem verregneten Nachmittag oder wenn man sonst nichts zu tun hat. Man nehme sich eine Tasse Tee und genieße die Lektüre. Grüße aus Amman/Jordanien!


Samstag, 11. August 2012

Los geht's!


Heute ist es soweit, gleich in der Früh geht es los! Alles ist fertig gepackt und ich bin bereit für die Reise. Zuerst wird es von München nach Budapest gehen und danach nach Bukarest. Das nächste Zwischenziel ist Istanbul, von wo aus ich nach Adana in den Süden der Türkei fahre. Und ab da steht der Rest des Weges nicht mehr fest. Die verschiedenen Möglichkeiten könnt ihr hier lesen.
Schreiben werde ich von Unterwegs wohl nicht; das heißt, dass ich frühestens in einer Woche wieder im Internet bin und dann von der Hinreise berichten werde.







Samstag, 4. August 2012

Mein Vorwort

Genau eine Woche noch 
-  dann ist es so weit. Dann beginnt die Fahrt zu meinem Freiwilligendienst in Israel. Nach dem knapp bestandenen Abitur (Mathe 2 Pkt.) und fast 3 Monaten arbeiten ist es jetzt endlich so weit. Es wird sicher ein spannendes Jahr, für das ich mich entschieden habe, weil ich nicht so recht wusste, was ich nach der Schule machen werde. 
Studieren? \Nein! Ausbildung? \Was denn für eine Richtung? 
Zuerst wollte ich in ein Land, in dem ich noch nie war. Russland, der Kaukasus oder evtl. auch ein Nordafrikanisches Land hätte mich interessiert. Auf jeden Fall wollte ich nichts mit englischsprachigen Ländern zu tun haben - weil ich dann auch zu Hause bleiben könnte (England), da man nicht viel Neues kennen lernen wird, Die USA würden für mich ohnehin niemals in Frage kommen. Außerdem wollte ich unbedingt mit meinem Auto zum Freiwilligendienst fahren...

Schließlich habe ich letztes Jahr einen Teil meiner Ferien in Israel verbracht und mich dann so für das Land entschieden.
                 
Warum Israel?
                       
Ja, es ist eigentlich nicht sehr konsequent, weil ich ursprünglich in einem nicht so hoch entwickelten Land tätig sein wollte. Und es ist mir zu amerikanisch geprägt. Außerdem sind die Preise für alles teurer als bei uns. Aber was spricht für ein Jahr Israel? Sicherlich zum einen die verschiedenen Kulturen, die dort gemeinsam Leben. Seit vielen tausend Jahren ist das Gebiet besiedelt und historisch gesehen ist dort viel Interessantes passiert. Aber ich schreibe hier ja keine Bewerbung also:
- Frühling, Sommer, Herbst immer Sonne und ganz waaarm
- Baden kann man gut von April bis November im Mittelmeer
- sehr gutes Essen 
- oft sehr nette, nur teils etwas oberflächliche Menschen - besonders auffällig: Frauen oft nett, Jungs meistens überheblich 
- viele Freizeit- und Ausflugsmöglichkeiten
- man nimmt nicht alles so streng (Pünktlichkeit...)
- Israel ist nicht weit von Deutschland (entweder 3-4 Stunden Flug oder 4 Tage Zug/Bus bzw. Auto)


Engagement für Behinderte oder Sonne, Sand und Meer? - Die Skyline und Corniche von Tel Aviv.

Und mit dem Weblog möchte ich regelmäßig von meiner Tätigkeit berichten und über interessanten Sachen schreiben, die mir passieren. oder auffallen. Außerdem werde ich über meine Hinreise über Land nach Israel erzählen. 

Ich hoffe ihr findet euch auf meinem Blog gut zurecht. Oben gibt es die schnellen Verlinkungen zu wichtigen Themen. Außerdem werde ich zusätzliche Bilder hochladen, auf die ihr auch über die Verlinkungen zugreifen könnt. Versuchen werde ich, einmal pro Woche etwas zu schreiben, aber ob ich genügend Zeit haben werde, weiß ich natürlich nicht. Es bleibt aber trotzdem mein Vorsatz.

In diesem Sinne wünsche ich Allen viel Spaß auf meinen Seiten und hoffe, dass euch mein erster Blog, den ich jemals gemacht habe, gefällt. Also - auf ein gutes Jahr mit vielen neuen Erfahrungen, einer sicheren Anreise und hoffentlich nicht all zu aggressiven Behinderten!

euer David