Am Sonntag bin ich also nachmittags in Jerusalem angekommen, wo ich auch die folgenden Tage verbrachte. Etwas ausruhen, durch die Stadt gehen und noch im Supermarkt Preise für die anderen Freiwilligen nachschauen und umrechnen, damit sie wissen was sie noch aus Deutschland mitnehmen können. Außerdem besorgte ich mir eine israelische Simkarte für mein Handy.
Wenige Tage später, genauer gesagt, am Donnerstag verabredeten sich Henriette, die auch schon früher nach Israel kam und ich in Tel Aviv. Also nahm ich den Bus von Jerusalem, der ca. eine Stunde in die Großstadt am Mittelmeer benötigt. Natürlich hatten wir Handynummern ausgetauscht und ich wollte gleich mal meine neue Simkarte testen. Doch nichts da! Egal welche Nummer ich wählte, egal ob mit Vorwahl oder ohne, es kam immer eine israelische Frauenstimme, die ich natürlich nicht verstand. Wie sollten wir nun einen Treffpunkt ausmachen? Mir kam die Idee einen Handyladen aufzusuchen, was ich dann auch nach einem langen Fußweg in der schwülen Tel Aviver Mittagshitze tat. Der russischsprachige, hebräiischsprechende und englischsprachige Mann konnte mir zwar nicht weiterhelfen, aber wenigstens durfte ich kostenlos bei Henriette anrufen. So verabredeten wir uns (natürlich) vor dem Nobelschuppen der Stadt, dem Sheraton Hotel, weil es schon von weitem sichtbar und unverfehlbar ist. Klar das wir bei der Mittagshitze sofort an den Strand zum Baden gingen. Schöne hohe Wellen und richtig warmes Wasser versprachen ein wunderbares Badevergnügen. Anschließend spazierten wir, immer am Meer entlang nach Old Jaffa, dem ältesten Stadtteil Tel Avivs. Hier gibt es Märkte, kleine Gassen und das bekannte Panorama über die Skyline der Mittelmeermetropole.
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| Typisches Touristenmotiv: Henriette und ich in Tel Aviv |
In Old Jaffa sahen wir sehr viele Brautpaare, welche die schöne Kulisse für ein Fotoshooting nutzen. Noch ein kleiner Spaziergang zum Markt, auf dem man allerhand orientalische Sachen, wie Lampen und Teppiche kaufen kann, bevor wir uns nochmal im Meer abkühlten. Nun begleitete ich Henriette ihre Sachen aus dem Hostel zu holen. Zu Fuß gingen wir bis in die Rothschild Blvd., der bekanntesten Straße Tel Avivs mit den angesagtesten Restaurants. Spontan lud mich Henriette auf ein Eis ein. Und das hat besser als bei uns geschmeckt! Unvorstellbar viele Sorten in allen Geschmacksrichtungen machten die Auswahl etwas schwierig, aber schließlich konnten wir uns dann doch entscheiden. Henriette verabredete sich mit dem Israeli, den sie im Flugzeug kennenlernte und durch ihn später einen Einblick in das berühmte Nachtleben Tel Avivs bekam. Ich machte mich währenddessen zurück auf den Weg nach Jerusalem, wo noch mein ganzes Gepäck war.
Freitag, also heute, entschied ich mich mit Henriette in Haifa zu treffen, wo unser erstes Seminar am Sonntag beginnt. Fast gleichzeitig mit uns kamen die ersten Volontäre, direkt vom Flughafen abgeholt, im "Rutenberg Institute" an. Im Institut selbst gibt es, für Jungs und Mädels getrennt, 3 - Bettzimmer. Leider beginnt die Verpflegung erst am Sonntag und so machten wir uns noch am selben Abend auf, etwas zu Essen aufzutreiben. Trotz Schabbat, dem israelischen Ruhetag, hatten einige Geschäfte offen (Haifa ist keine religöse Stadt) und wir entschieden uns für eine Pizza. Da Henriette von einer Streetparty gehört hat, suchten wir auch noch diese. Und selbst ich war ein bisschen überrascht als mitten in der Stadt, umgeben von Wohnhäusern, laute Musik zu hören und tanzende Menschen zu sehen waren.
Als die Party vorbei war, gingen wir in einen Irish Pub. Und völlig erschöpft und müde hatten wir dann noch einen langen Weg vor uns: Immer bergauf zum Rutenberg Institute, das oberhalb der Bahai-Gärten auf einem Berg liegt.Das Seminar beginnt übrigens am Sonntag und endet Mittwoch Abend mit der Abholung durch die einzelnen Einrichtungen. Berichte, Lustiges und Informatives findet ihr dann unter: http://david-in-israel.blogspot.co.il/p/einfuhrungsseminar-in-haifa.html oder oben über die schnelle Verlinkung.
