Diese Woche begann mit dem Besuch einer
Behinderteneinrichtung in Kfar Saba, um dort Physiotherapie zu
machen. Mit 3 von unseren Behinderten blieb ich für mehrere Stunden
dort, weil wir erst nach sehr langer Wartezeit an der Reihe waren.
Vor dem Ende meiner Schicht aßen wir vom Haus Carmel noch einen
leckeren Kuchen, den eine Mitarbeiterin mitgebracht hatte. Am Abend
waren alle Freiwilligen mit ein paar Angestellten vom Büro und dem
Chef Moti zum Abendessen bei Odette, einer Kunstlehrerin eingeladen.
Weil die anderen keine Lust hatten ging ich nur mit Rahel. Das große
und stilvoll eingerichtete Haus befindet sich nur fünf Minuten von
unserer Einrichtung entfernt. Als wir ankamen empfing uns Musik von
Edith Piaf, ein schön dekorierter Tisch gefüllt mit französischen
Köstlichkeiten und die Gastgeberin mit ihren Gästen. Es gab
Käseplatten mit verschiedensten Sorten von Französischem Käse,
mehrere unterschiedliche Weine, Datteln und vieles mehr. Odette ist
in Saarbrücken nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, als es noch
französisch war. Deutsch lernte sie in der Schule, da Saarland (als
letztes westdeutsches Bundesland) seit den fünfziger Jahren zur BRD
gehört. Nach ewigen Erzählungen (Rahel und ich sind am Längsten
geblieben) machten wir uns dann schließlich auch auf den Heinweg.
Am Dienstag fand schließlich ein Picknick für
einen Teil der Behinderten in einem Park in Herzliya statt. Was schon
Tage vorher als Picknick bezeichnet wurde stellte sich dann aber eher
als Grillabend heraus. Jedenfalls war ich (von Carmel) mit den
Mitarbeiterinnen Schlomit von Tavor und Michal von Gilboa nicht für
das Grillen verantwortlich. Das machten ein paar Araber, die extra
dafür engagiert wurden. Den Behinderten und mir natürlich schmeckte es sehr gut. Zum Abschluss machten die Araber noch eine kleine Musikaufführung.
| Michal und Schlomit |
| Gegrillt wurden Fleischspiesse, Würste und Pita |
Außerdem war ich diese Woche mit dem Behinderten
Jossi (mit dem ich vor einigen Wochen schon im Krankenhaus war) beim
Augenarzt. Am Donnerstag war ich mit einer Mitarbeiterin und 2
Rollstuhlfahrern in einem Cafe im Stadtzentrum. Und obwohl der
Rückweg nur sehr leicht bergauf geht, war es sehr anstrengend den
Rollstuhl zu schieben.
Freitag und Samstag verbrachte ich bei sehr kaltem
Wetter und Regen in Jerusalem. Übrigens: der Blick aus dem Fenster unserer
WG sieht zur Zeit so aus: