Sonntag, 11. November 2012

Neuigkeiten


Diese Woche begann mit dem Besuch einer Behinderteneinrichtung in Kfar Saba, um dort Physiotherapie zu machen. Mit 3 von unseren Behinderten blieb ich für mehrere Stunden dort, weil wir erst nach sehr langer Wartezeit an der Reihe waren. Vor dem Ende meiner Schicht aßen wir vom Haus Carmel noch einen leckeren Kuchen, den eine Mitarbeiterin mitgebracht hatte. Am Abend waren alle Freiwilligen mit ein paar Angestellten vom Büro und dem Chef Moti zum Abendessen bei Odette, einer Kunstlehrerin eingeladen. Weil die anderen keine Lust hatten ging ich nur mit Rahel. Das große und stilvoll eingerichtete Haus befindet sich nur fünf Minuten von unserer Einrichtung entfernt. Als wir ankamen empfing uns Musik von Edith Piaf, ein schön dekorierter Tisch gefüllt mit französischen Köstlichkeiten und die Gastgeberin mit ihren Gästen. Es gab Käseplatten mit verschiedensten Sorten von Französischem Käse, mehrere unterschiedliche Weine, Datteln und vieles mehr. Odette ist in Saarbrücken nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, als es noch französisch war. Deutsch lernte sie in der Schule, da Saarland (als letztes westdeutsches Bundesland) seit den fünfziger Jahren zur BRD gehört. Nach ewigen Erzählungen (Rahel und ich sind am Längsten geblieben) machten wir uns dann schließlich auch auf den Heinweg.
Am Dienstag fand schließlich ein Picknick für einen Teil der Behinderten in einem Park in Herzliya statt. Was schon Tage vorher als Picknick bezeichnet wurde stellte sich dann aber eher als Grillabend heraus. Jedenfalls war ich (von Carmel) mit den Mitarbeiterinnen Schlomit von Tavor und Michal von Gilboa nicht für das Grillen verantwortlich. Das machten ein paar Araber, die extra dafür engagiert wurden. Den Behinderten und mir natürlich schmeckte es sehr gut. Zum Abschluss machten die Araber noch eine kleine Musikaufführung.

Michal und Schlomit

Gegrillt wurden Fleischspiesse, Würste und Pita

Außerdem war ich diese Woche mit dem Behinderten Jossi (mit dem ich vor einigen Wochen schon im Krankenhaus war) beim Augenarzt. Am Donnerstag war ich mit einer Mitarbeiterin und 2 Rollstuhlfahrern in einem Cafe im Stadtzentrum. Und obwohl der Rückweg nur sehr leicht bergauf geht, war es sehr anstrengend den Rollstuhl zu schieben.
Freitag und Samstag verbrachte ich bei sehr kaltem Wetter und Regen in Jerusalem. Übrigens: der Blick aus dem Fenster unserer WG sieht zur Zeit so aus: