Am Sonntagabend waren wir zu Rosch Ha Schana bei
einer Familie eingeladen, die eine Behinderte pflegt, welche halbtags
bei uns in Levzeller untergebracht ist. Für die häusliche Pflege
ist die philippinische Hausangestellte veranwortlich. Um 19 Uhr
wurden wir also abgeholt und standen gleich im Stau. Jeder fährt um
diese Uhrzeit zum Neujahrsessen bei Familie, Verwandten oder
Freunden. Das Haus der Familie ist in einem Moschaf, ca. 10 km
nördlich Herzliyas gelegen. Freundlich wurden wir durch die
Großfamilie begrüßt und nach einigen aufgesagten Gebeten ging es
ans Essen.
Eine Suppe mit Fleischpflanzerln stellte die Vorspeise da. Danach wurde alle möglichen Hauptspeisen aufgetischt, von denen sich jeder so viel nehmen konnte, wie er wollte. Gefillte Fisch, Fischfilet, Rinderbraten mit Kräutern, Schnitzel, Leberpastete, Ochsenzungen, gefüllte Paprika... Als Beilagen wurden jede Menge verschiedener Salate zubereitet, wie Auberginensalat oder süßer Salat mit Äpfeln, Honig und Nüssen. Die Menge wäre für die doppelte Anzahl an Leuten noch zuviel gewesen! Abschließend gab es verschiedene Kuchen, Eiskonfekt und Schokolade als Dessert. Vollkommen gesättigt saßen wir noch weiter auf der Terrasse, denn es gab nun Kaffee und Tee. Für lustige Momente sorgte immer wieder die 1 ½ Jahre alte Enkeltochter des Gastgebers, die sich nach dem Essen die ganze Schokolade im Gesicht verschmierte. Bevor wir wieder nach Hause gefahren wurden, bekamen wir sogar noch kleine Geschenke: belgische Trüffel und eine Tasse.
Die nächsten beiden Tage hatte ich frei und war am Strand sowie Ewigkeiten mit Rachel gemeinsam nach Flip-Flops schauen, weil meine ausgerissen sind. Leider war die Suche vergeblich. Entweder übertrieben teuer oder die Schuhgröße zu klein.
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| Nur ein Teil aller Speisen ist im Bild! |
Eine Suppe mit Fleischpflanzerln stellte die Vorspeise da. Danach wurde alle möglichen Hauptspeisen aufgetischt, von denen sich jeder so viel nehmen konnte, wie er wollte. Gefillte Fisch, Fischfilet, Rinderbraten mit Kräutern, Schnitzel, Leberpastete, Ochsenzungen, gefüllte Paprika... Als Beilagen wurden jede Menge verschiedener Salate zubereitet, wie Auberginensalat oder süßer Salat mit Äpfeln, Honig und Nüssen. Die Menge wäre für die doppelte Anzahl an Leuten noch zuviel gewesen! Abschließend gab es verschiedene Kuchen, Eiskonfekt und Schokolade als Dessert. Vollkommen gesättigt saßen wir noch weiter auf der Terrasse, denn es gab nun Kaffee und Tee. Für lustige Momente sorgte immer wieder die 1 ½ Jahre alte Enkeltochter des Gastgebers, die sich nach dem Essen die ganze Schokolade im Gesicht verschmierte. Bevor wir wieder nach Hause gefahren wurden, bekamen wir sogar noch kleine Geschenke: belgische Trüffel und eine Tasse.
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| Süüüüüüss! |
Die nächsten beiden Tage hatte ich frei und war am Strand sowie Ewigkeiten mit Rachel gemeinsam nach Flip-Flops schauen, weil meine ausgerissen sind. Leider war die Suche vergeblich. Entweder übertrieben teuer oder die Schuhgröße zu klein.
Nichts außergewöhnliches passierte am Mittwoch
und Donnerstag. Beide Male arbeitete ich zur Frühschicht. Am
Donnerstagabend machte sich die WG auf zum Abschiedsessen für
Rachel. Wir gingen in ein Pancake-Restaurant. Hier gibt es die
dicken, süßen und ungesunden Pfannkuchen in allen möglichen
Varianten. Mit Nutella, Eis, Nüssen, Sahne, Marmelade oder pikant
mit Ei und Käse. Schlecht hat es nicht geschmeckt. Aber
haute-cuisine ist etwas anderes. Anschließend fuhr Rachel wieder
nach Hause und Rahel, Hanna und ich fuhren nach Tel Aviv, wo wir
schließlich um 0 Uhr ankamen und gleich in die belebte Rothschild
Boulevard gingen. Wir trafen Stefan, Maira, Almut, Linda, Henriette
und Caroline, mit denen wir die Nacht verbrachten. Dummerweise musste
ich im Gegensatz zu den anderen am nächsten Tag arbeiten. Um 5 Uhr
waren wir total übermüdet in unserer WG (das Sicherheitspersonal
von Levzeller arbeitet 24h und hat uns natürlich aufgemacht). Um 6
Uhr duschte ich mich, trank 2 Tassen Kaffee mit jeweils 3 gehäuften
Löffeln und eine halbe Stunde später weckte ich schon die
Behinderten. Den ganzen Vormittag war ich übermüdet. Und nach
Dienstende schlief ich bis zum Abendessen.
Samstags hatte ich wenigstens Spätschicht. Da die
Klimaanlage in unsere Abteilung nicht einwandfrei lief, zeigte Sergej
seine handwerklichen Fähigkeiten. Mit russischem Geschick und
begleitet vom Lachen der Behinderten hat er es wirklich geschafft.
Obwohl morgen Herbstbeginn ist, hat es hier in den letzen Monaten
keinen Tropfen geregnet und mehr als eine handvoll Wolken sind nie am
Himmel zu sehen. Man braucht also auch Ende September durchaus eine
Klimaanlage. Vor 2 Tagen habe ich mich übrigens mit meiner Chefin
Rivka unterhalten, ob sie nicht noch mehr Hilfe brauchen. Das hat sie
natürlich sehr gefreut. Heute half ich dann auch noch bei Abteilung
Nummer 5. Ganz kurz zur Übersicht: im Levzeller gibt es vier Häuser.
Jeder von unserer WG ist in einem anderen Haus, nur Rahel ist in
meinem Haus, weil das das größte ist. In jedem Haus gibt es
Abteilungen. Bei uns ist die 1. und 2. im Erdgeschoss. Dort arbeitet
Rahel. Mit den Behinderten habe ich nichts zu tun. Und meine
Arbeitskollegen auch nicht. Wir sind für Abteilung 3, 4 und 5
zuständig, welche sich im 1. und 2. Stock befinden und auch per
Aufzug (wegen den Rollstuhlfahrern) erreichbar sind. Mein Schwerpunkt
ist in der Morgenschicht Abteilung 4 (mit sehr aktiven und lauten,
dafür aber selbstständigeren Behinderten) und Abends Abteilung 5.
An Schabbat verbringen alle den späten Nachmittag
auf dem Hof. Und folgendes Ereignis möchte ich gern noch erzählen:
Während alle auf dem Hof sich unterhielten oder warteten kam Rachel,
um noch mal alle zu sehen, obwohl sie keinen Dienst hat. Morgen
kommen ihre Eltern und sie wird Levzeller verlassen. Natürlich fällt
ihr der Abschied schwer und sie ist traurig. Rivka tröstete sie und
musste dann auch weinen. Nachdem Rachel zu unserer Wohnung ging, rief
mich Rivka und meinte, dass ich zu Rachel gehen und sie trösten
soll. In unserer Wohnung war Rachel dann gar nicht mehr so traurig,
aber sie erzählte mir, dass Rivka meinte, dass sie auch traurig sei,
dass sie (Rachel) wieder nach Deutschland geht. Aber Rivka, so
Rachel, hat auch noch gemeint wie glücklich sie ist, dass mich
(David!) hat, und darauf dann auch geweint. Obwohl Rachel eigentlich
nichts mit Rivka zu tun hat, unterhalten sich beide oft und Rachel
hat mir verraten, dass Rivka ständig von mir schwärmt. Und so etwas
hört man doch gerne! Rivka hat wir diese Woche übrigens einen
Kuchen und Süßigkeiten geschenkt. Einfach so!
Nach dem Abendessen duschte ich einige Behinderte,
wechselte Windeln und zog ihnen die Schlafkleidung an. Und so endete die Woche. Heute Nacht ist Zeitumstellung und damit sind wir dann für ungefähr einen Monat mit Deutschland in der gleichen Zeitzone.

