Samstag, 29. Juni 2013

Was ist passiert?

Was ist die letzten Wochen so passiert? Ewigkeiten habe ich mich schon nicht mehr gemeldet, dass liegt zum Einen daran, dass in der Arbeit nichts Neues passiert. Die Arbeit macht mir nach wie vor Spaß, aber es gibt nichts besonders Interessantes zu berichten. Es entsteht einfach ein Alltag, und über den Berichte ich, wenn ich in Deutschland bin, ja auch nicht in einem Blog. Ausflüge mit den Behinderten machen wir zur Zeit auch nicht, weil es dafür einfach zu heiß ist.



Ein paar Sachen waren doch ganz interessant: Mit den Mitarbeitern gab es ein Picknick/Abendessen/Grillen am Yarkon Fluss. Es fand natürlich ohne die Behinderten am Abend statt. Wir machten Spiele und hörten Musik.




Rahel und mir hat es am Yarkon Fluss so gut gefallen, dass wir eine große Fahrradtour dorthin unternahmen. Insgesamt sind wir ca. 70km gefahren und waren von 10 Uhr in der Früh bis 21 Uhr am Abend unterwegs! Zwischendurch machten wir an den Quellen des Yarkon Flusses Pause, ruhten uns im Kula Wald nahe E'lad aus, entdeckten ein Mausoleum und besuchten die Burgruine Afek nahe Rosh haAyin. Es war eine der längsten Radtouren bis jetzt.

Unbekannt und unscheinbar: http://en.wikipedia.org/wiki/Mazor_Mausoleum



Mittwoch, 22. Mai 2013

Dienstag, 30. April 2013

Fast einen Monat...

... habe ich gar nichts geschrieben! Das lag daran, dass ich viel unterwegs war. Zuerst kamen Alex, Fabian und später noch Fredi und anschließend besuchte mich noch mein Onkel. Zwischendurch habe ich immer wieder gearbeitet und bin erst jetzt am Ende des Aprils dazu gekommen, einige Bilder zu bearbeiten.

Schon wieder daheim? Nein, das ist der Norden Israels im Frühling!


Samstag, 6. April 2013

Pessach und Besuch

Das Pessachfest, bei dem der Auszug der Juden aus Ägypten gefeiert wird, ist nun vorbei. Sowohl am Anfang, dem Sederabend, als auch am Ende des Festes wurde ich eingeladen. Zusammen mit der Familie von Zipi und einem Behinderten waren wir bei ihrer Mutter, wo die riesige Familie (Tanten, Onkel usw.) bis in die Nacht feierten.

Samstag, 16. März 2013

Seminar und mehr

Letzte Woche fand mal wieder ein Seminar für alle Freiwilligen in Haifa statt. Es waren zwei bzw. drei Tage, die für mich etwas Ruhe brachten. Ich nahm mir ein Einzelzimmer und hatte dadurch etwas Erholung. Denn schon die Hinfahrt war stressig: In Herzliya musste ich Ewigkeiten auf den Bus nach Tel Aviv warten, dann standen wir im Stau, dann musste ich über eine Stunde auf den Bus nach Haifa warten. Wiederum eine Stunde später bin ich in Haifa angekommen, musste dort aber erneut warten, und zwar auf den Bus, der mich auf den Carmel-Berg bringt. Zu guter Letzt hat man noch einen gut zehnminütigen Fußweg hinter sich zu bringen. Das Mittagessen verpasste ich. Ich legte mich erstmal schlafen. Pünktlich zum Abendessen war ich dann endlich voll und ganz anwesend. Und auch beim anschließenden Programm „Jüdische Volkstänze“ machte ich mit. Donnerstag machten wir einen Tagesausflug zu verschiedenen Austellungen, die sich mit dem Thema Holocaust befassen.


Lohamei HaGeta'ot, ein Holocaust-Museum


Der Strand von Nahariya mit Blick in Richtung Süden

Nahariya

Außerdem verbrachten wir am Nachmittag etwas Zeit in Nahariya, der letztem großen Ort an der Mittelmeerküste vor der Grenze zu Libanon. Abends fuhren wir wieder in das Ruthenberginstitut zurück. Am Freitag in der Früh machte ich mir nach dem Frühstück 2 Sandwichs und fuhr wieder nach Herzliya zurück. Auch diesmal dauerte es ewig. Und es wurde unglaublich heiß: 35°C! Vollkommen erschöpft erreichte ich Levzeller.

In der Woche vor Pessach habe ich gleich zwei Überraschungen von meinen Arbeitskollegen bekommen. Zum einen haben mir alle Mitarbeiter gemeinsam ein Paar Schuhe gekauft - und dann habe ich noch ein Geschenkkorb voller Schokoladen bekommen.


Samstag, 23. Februar 2013

Purim

Was gibt es neues in letzter Zeit? Die Filmstudentin Rotem war da und hat weiter an ihrer Dokumentation über meine Arbeit gedreht. Das jüdische Faschingsfest Purim findet zur Zeit statt und deswegen bastelten wir fleißig mit den Behinderten. Und schließlich die Einladung von meiner Chefin zu sich nach Hause.

Zu schwierig für die Behinderten: ausmalen müssen die Mitarbeiter

Am Freitag fand in Herzliya auf der Hauptstraße eine große Purimfeier statt. Überall waren verkleidete Menschen zu sehen, es wurde Musik gespielt und es gab Kinderschminken, Malen, etc. Nachdem ich mit meiner WG dort gewesen bin, kam mir Idee, auch noch den Behinderten das Fest zu zeigen. Und das tat ich dann auch - und obwohl es anstrengend war, hat es viel Spaß gemacht. Das Wetter war leider nicht besonders gut, wie man auf den Bildern sehen kann.

Purim in der Sokolovstraße

Einige Gruppen machten Musik

Am Samstag war ich bei meiner Chefin, die gleich um die Ecke wohnt, zum Mittagessen eingeladen. Ihre Tochter, ihr Sohn und ihre Oma und Rivkas Enkelkinder waren auch da. Es gab jede Menge gutes Essen und nette Unterhaltungen. Am Sonntag fand in Ramat HaScharon eine Purimumzug statt, an dem wir mit einer kleinen Gruppe von Behinderten teilnahmen. Weil wir keinen offiziellen Startplatz im Umzug hatten, suchten die Ordner einfach nach einer geeigneten Stelle für uns.





Freitag, 15. Februar 2013

Kurze Woche

Die letzte Woche ging sehr schnell vorbei. Ich habe gearbeitet und bin mit den Behinderten ins Theater gefahren. Mehr ist nicht passiert. Jeden Dienstag begleite ich 6 Behinderte, die in Tel Aviv "Theater" einüben. Sie lernen kurze Texte und tanzen zu Musik. Um sich ein Bild davon zu machen habe ich ein Video aufgenommen:

Samstag, 9. Februar 2013

Ereignisreiche Woche

Soll ich einmal pro Woche in meinen Blog schreiben oder reichen alle 2 Wochen? Diese Woche ist einiges passiert, deshalb schreibe ich jetzt noch einmal. Am Sonntag lud mich Zipi (die Mitarbeiterin bei der ich auch mehrmals beim Essen eingeladen war) ein, mit zur einer Armeefeier ihres Sohnes zu kommen.

Zipi, ihr Sohn Aviv und ihr Mann

Die Soldaten haben ihre Grundausbildung abgeschlossen und wurden dafür ausgezeichnet. Die Offiziere hielten Ansprachen, Musik wurde gespielt und es gab ein Buffet. Die Feier fand an einem Denkmal zwischen Rehovot und Yavne statt.

Das Soldatendenkmal

Am Mittwoch war ich mit der Behinderten, die ich wohl am Liebsten mag, im Krankenhaus in Tel Aviv. Ihre Mutter kam auch mit. Das gab mir die Gelegenheit mich mit ihr zu unterhalten und z.B. zu fragen, wie es ist eine behinderte Tochter zu haben. Über 2 Stunden vergingen, bis wir endlich an der Reihe waren. Während Hilas Untersuchung lud mich ihre Mutter zum Frühstück ein. Nachmittags war ich bei meiner Chefin Rivka nach Hause ein (nach einer Operation arbeitet sie für 4 Wochen nicht). Wir unterhielten uns viel über die Arbeit, über die Mitarbeiter, die Behinderten aber auch über interessante Dinge aus dem Leben. Am Abend besuchten wir gemeinsam ihre Schwiegertochter und ihre Enkel die auch in Herzliya wohnen. Die nächsten Tage war ich mit den Behinderten viel im Park, da das Wetter zur Zeit ganz angenehm ist.

Manche Behinderte schlummern auch mal gerne auf dem Boden...

Am Samstag war unsere WG bei Rotem eingeladen, einer Studentin die deutsch spricht und einmal pro Woche im Keramikkurs der Behinderten ist. Ihre Schwester wohnt in Deutschland und deshalb ist die ganze Familie oft in Deutschland zu Besuch.

Sonntag, 27. Januar 2013

Krank

Leider war ich die ganze letzte Woche krank und kann deshalb auch nicht viel neues berichten. Eigentlich gab es da nur die Einladung, wieder bei der gleichen Mitarbeiterin zum Abendessen. Auch dieses Mal war es sehr nett sich gemeinsam mit der Familie zu unterhalten.
Endlich habe jetzt das Vorschauvideo von der Anreise fertig:

Samstag, 19. Januar 2013

Einladung

Diese Woche wurde ich von einer Mitarbeiterin an Schabbat nach Hause eingeladen. Es gab jede Menge gutes Essen und ich spielte mit ihrem Sohn Fußball und XBOX. Immer wenn ich möchte kann ich wieder mit zu ihr nach Hause kommen.
Außerdem besuchte ich mit meiner Chefin Rivka und ein paar Behinderten wieder einmal das kleine Café in der Sokolovstraße, um Geburtstag zu feiern. 

Donnerstag, 10. Januar 2013

Winterzeit

Gleich zu Beginn des neuen Jahres ist in Israel der Winter richtig angebrochen. Seit 5 Tagen ist es fast ununterbrochen am Regnen. In Jerusalem lag am Morgen vom 10. Januar eine dicke Schneeschicht. Und im Rest von Israel gab es Überschwemmungen. Der Winter ist also angekommen, und damit auch die Kälte, aber für die nächste Tage sieht es schon wieder etwas besser aus.

Mein erster Eintrag im neuen Jahr kommt auch so spät, weil die Stelle, wo ich immer ins Internet gehe mit Wasser überschwemmt war. Nun aber die Zusammenfassung der letzten Tage: Sylvester verbrachten wir in Tel Aviv und trafen uns mit den anderen Freiwilligen, die verteilt in ganz Israel arbeiten. Es gab kein Feuerwerk, aber jede Menge Leute waren unterwegs, obwohl Sylvester und Neujahr hier ganz normaler Arbeitstag ist. Nach einer langen Nacht im "Deli" nahmen wir in der Früh den ersten Bus wieder zurück nach Herzliya.
Gleich zu Beginn des Jahres stand der nächste Ausflug mit den Behinderten an. Wir besuchten das Restaurant Agadir in Herzliya Pituach und aßen dort Burger. Mitgekommen sind nur die fittesten Behinderten, von meiner Gruppe kein einziger.

Frisch zubereitet: die Burger im "Agadir" Restaurant

Einen Tag später besuchte die Filmstudentin Rotem Levzeller. Sie begann damit, meine Tätigkeit zu filmen. Ihre Aufgabe ist es im Rahmen ihres Filmstudiums eine Dokumentation über den Umgang von jungen Menschen mit älteren Menschen zu drehen. Übrigens habe ich Mittlererweile ein kleines Video von unserem Rundflug über Israel im Dezember zusammengeschnitten. Hier das Ergebnis, für bessere Qualität bitte auf HD und Vollbild klicken:




Außerdem besuchte ich die private Universität IDC in Herzliya am Tag der offenen Tür. Eigentlich hatte ich gar keine große Lust hinzugehen. Doch schon in den ersten Minuten hat mich alles begeistert. Zur Begrüßung habe ich einen Regenschirm geschenkt bekommen und wurde von einer Studentin aus Australien in einen Saal geführt. Dort gab es Kaffee, Tee, Kuchen etc. und später mehrere Vorträge. Außerdem bekamen alle Interessierten eine Führung durch alle Bereiche. Wir waren in einem modernen Filmstudio, einem Radiostudio und in den Computerräumen die mit teuersten Computern ausgerüstet sind. Anschließend habe ich mich mit Studenten über ihre Erfahrung und die Möglichkeiten bestimmter Studiengänge unterhalten. Wieder zu Hause angekommen machte ich mir am Nachmittag einige Gedanken über die heutigen Erfahrungen.

Viele Informationen: nie hätte ich gedacht, dass die Uni so toll ist 

Sonntag, 30. Dezember 2012

Ende eines Jahres

Am letzten Blogeintrag dieses Jahres werde ich heute und morgen schreiben - vorausgesetzt ich werde ihn bis dahin fertigstellen können. In letzter Zeit ist nämlich einiges passiert: Besuch von meinen Eltern und der damit verbundene Urlaub, Besuch von den Mitbewohnern und schließlich ein anstehendes Filmprojekt. Und wegen dem Urlaub musste ich natürlich in letzter Zeit öfter arbeiten.
Am 17. Dezember sind meine Eltern angekommen. In den Tagen darauf waren wir in Herzliya. Ich konnte ihnen meinen Wohnort und meine Arbeit zeigen, außerdem machten wir einen Ausflug nach Caesarea, zu den römischen Ausgrabungen.

Der Strand von Herzliya Pituach

Das römische Aquäduct von Caesarea

Die restlichen Tage verbrachte wir Ein Gedi am Toten Meer (dem tiefsten Punkt der Erde), wo wir wanderten und uns im Spa entspannten. Wir wurden von schönem Wetter und dem guten Essen des Hotels verwöhnt.


Das Tote Meer mit Jordanien im Hintergrund

Weihnachten verbrachte ich in Jerusalem und besuchte die mit Touristen überfüllte Altstadt. Es war weder Weihnachtsdekoration zu sehen, noch herrschte weihnachtliche Stimmung. Es war einfach nur voll, bei dem schönen Wetter auch verständlich.


Sonntag, 16. Dezember 2012

Chanukka

Schneien wird es in Herzliya nie, trotzdem hab ich den Blog nun leicht winterlich gestaltet. Diese Woche fand das Chanukkafest statt, welches natürlich auch in unserer Einrichtung  gefeiert wurde. Den Tag über wurden Lieder gesungen und Krapfen gegessen, Abends hat immer ein anderer Behinderter den großen Leuchter angezündet.
Viel interessanter war aber das Geschenk, das Moti, der Chef unserer Einrichtung uns Freiwilligen gemacht hat. Am Freitag, den 14.12. wurden wir von ihm zum Flughafen in Herzliya gefahren und haben einen kleinen Rundflug über Israel bekommen. Von Herzliya flogen wir in einer Cessna 310 in den Norden Israels bis zum See Genezareth und wieder zurück. Dank dem relativ guten Wetter hatten wir eine hervorragende Sicht, nur in Herzliya hielten sich die Wolken.








Samstag, 8. Dezember 2012

Viele Ausflüge

Wie ich bereits angekündigt habe, fanden in dieser Woche viele Ausflüge statt, über die ich gerne berichten möchte:

Am Montag waren wir in einem Park in Herzliya, wo wir spazieren gingen, Sport machten und Kaffee tranken. Das Wetter spielte mit und die Behinderten hatten jede Menge Spaß, genau wie auf der Busfahrt  zurück in die Einrichtung.





Am folgenden Tag fuhren wir mit den Rollstuhlfahrern in einem speziellen Bus nach Beit Guvrin. Wir schoben die Rollstühle durch mehrere Höhlen und bekamen eine Führung. Um die Akustik der Höhlen zu verdeutlichen hatten die Behinderten die Möglichkeit mit Musikinstrumenten Geräusche zu erzeugen. Nach dem Höhlenbesuch waren wir in einem Restaurant in Latrun Mittagessen.



Und den letzten Ausflug machte ich am Donnerstag, als wir mit 3 Behinderten im Café waren. Immer wenn Geburtstage der Behinderten anstehen, gehen wir in dieses Café. Dieses Mal gab es Sufganiot, also Chanukka-Krapfen und heiße Schokolade.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Nichts passiert

Letzte Woche habe ich eine Ausnahme gemacht und mal nichts geschrieben, weil es einfach nichts Neues gab. Und diese Woche ist es nicht anders. Ich bin im Arbeitsalltag und fahre, wenn ich frei habe mit dem Fahrrad. Für diese Woche sind zwei Ausflüge mit den Behinderten angekündigt. Nächstes Wochenende habe ich also mehr zu berichten.

Sonntag, 18. November 2012

Dummheit

Im Prinzip war die letzte Woche eine reine Arbeitswoche. Ich kann also über nichts Interessantes berichten, außer dass ich mir am Montag bei der Arbeit einen kleinen Schiefer eingezogen habe und ich natürlich sofort zu den Krankenschwestern gegangen bin, die ihn mir professionell entfernt haben. Am Mittwoch war ich wohl zum letzten Mal für dieses Jahr im Mittelmeer schwimmen. Außerdem habe ich ein kleines Video von Herzliya zusammengeschnitten. (1.Teil Strand/2.Teil Stadt)



Warum lautet der Titel meines neuen Eintrags aber Dummheit? Ganz einfach wegen der aktuellen Situation. Vor genau 2 Monaten habe ich versucht, etwas darüber zu schreiben, warum der Syrienkonflikt so wichtig ist. Ich habe geschrieben, dass die Lage in Israel sehr ruhig ist und es den Iran-Krieg nicht geben wird und der Iran niemals eine Atombombe auf Israel abwerfen wird. Ich habe das geschrieben, obwohl alle Experten auf Seminaren gesagt, dass es diesen Herbst einen Irankrieg gibt. 
Und wie sieht die Lage jetzt aus? Ich habe mich getäuscht. Es ist in Israel nicht mehr sehr ruhig. Aber ich habe mich nicht so sehr getäuscht wie die Experten. Wo ist der Irankrieg? Es gibt keinen Irankrieg. Aber mit Gaza gibt es Probleme. Warum in diesem Ausmaß? 
Seit Monaten war die Lage in Israel ruhig. Zwar kamen immer wieder Raketen aus dem Gaza-Streifen und Israel hat diese beantwortet (z.B. mit Drohenangriffen), aber es ist nichts eskaliert. So war es auch bis vor wenigen Tagen. Es sind in Israel keine Menschen gestorben, aufgrund der Gaza-Raketen der letzten Monate. Doch nach kleinen Vorfällen an der Grenze (an denen beide Seiten Schuld sind) kommt Israel nun auf die Idee, den Führer der Hamas zu töten. Zielgenau wurde sein Auto aus der Luft getroffen. Aber das hat nicht gereicht. Es mussten weitere Angriffe durchgeführt werden, bei denen Zivilisten in Gaza starben. Warum? Meint Israel es kommen anschlievßend keine Reaktionen? Erst nachdem Israel diesen Angriff durchgeführt hat sind, hat die Hamas in dem Ausmaß reagiert, dass durch ihre Raketen Israelis getötet wurden. Davor kamen zwar Raketen von der Hamas, es sind aber keine Israelis gestorben. Wer ist nun an den toten Israelis Schuld? Und daran das die Situation schlimmer geworden ist? Genau das bezeichne ich als Dummheit. Oder Israel möchte einfach Krieg. Sonst hätte es ja die zahlreichen Soldaten umsonst. Und die irrsinnigen Ausgaben für das Militär auch. Die letzten Jahre waren für Israel wohl einfach zu ruhig. Man hatte keine konkrete Angst. Deswegen musste man die Iran-Lüge erfinden. Und die Angst vor dem Iran hat scheins auch nachgelassen. Also ist es mal wieder Gaza. Und im Januar sind ja auch Wahlen in Israel. Mir wäre es ja eigentlich egal. Aber viele der Freiwilligen bekommen Angst und 3 sind wieder nach Deutschland zurückgeflogen.

Sonntag, 11. November 2012

Neuigkeiten


Diese Woche begann mit dem Besuch einer Behinderteneinrichtung in Kfar Saba, um dort Physiotherapie zu machen. Mit 3 von unseren Behinderten blieb ich für mehrere Stunden dort, weil wir erst nach sehr langer Wartezeit an der Reihe waren. Vor dem Ende meiner Schicht aßen wir vom Haus Carmel noch einen leckeren Kuchen, den eine Mitarbeiterin mitgebracht hatte. Am Abend waren alle Freiwilligen mit ein paar Angestellten vom Büro und dem Chef Moti zum Abendessen bei Odette, einer Kunstlehrerin eingeladen. Weil die anderen keine Lust hatten ging ich nur mit Rahel. Das große und stilvoll eingerichtete Haus befindet sich nur fünf Minuten von unserer Einrichtung entfernt. Als wir ankamen empfing uns Musik von Edith Piaf, ein schön dekorierter Tisch gefüllt mit französischen Köstlichkeiten und die Gastgeberin mit ihren Gästen. Es gab Käseplatten mit verschiedensten Sorten von Französischem Käse, mehrere unterschiedliche Weine, Datteln und vieles mehr. Odette ist in Saarbrücken nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, als es noch französisch war. Deutsch lernte sie in der Schule, da Saarland (als letztes westdeutsches Bundesland) seit den fünfziger Jahren zur BRD gehört. Nach ewigen Erzählungen (Rahel und ich sind am Längsten geblieben) machten wir uns dann schließlich auch auf den Heinweg.
Am Dienstag fand schließlich ein Picknick für einen Teil der Behinderten in einem Park in Herzliya statt. Was schon Tage vorher als Picknick bezeichnet wurde stellte sich dann aber eher als Grillabend heraus. Jedenfalls war ich (von Carmel) mit den Mitarbeiterinnen Schlomit von Tavor und Michal von Gilboa nicht für das Grillen verantwortlich. Das machten ein paar Araber, die extra dafür engagiert wurden. Den Behinderten und mir natürlich schmeckte es sehr gut. Zum Abschluss machten die Araber noch eine kleine Musikaufführung.

Michal und Schlomit

Gegrillt wurden Fleischspiesse, Würste und Pita

Außerdem war ich diese Woche mit dem Behinderten Jossi (mit dem ich vor einigen Wochen schon im Krankenhaus war) beim Augenarzt. Am Donnerstag war ich mit einer Mitarbeiterin und 2 Rollstuhlfahrern in einem Cafe im Stadtzentrum. Und obwohl der Rückweg nur sehr leicht bergauf geht, war es sehr anstrengend den Rollstuhl zu schieben.
Freitag und Samstag verbrachte ich bei sehr kaltem Wetter und Regen in Jerusalem. Übrigens: der Blick aus dem Fenster unserer WG sieht zur Zeit so aus:



Sonntag, 4. November 2012

Noch kein Winter

Wie ich von zahlreichen Berichten am Anfang dieser Woche hörte, ist in Deutschland der Winter für kurze Zeit angebrochen. Hier hingegen hält man es selbst im November in der Mittagssonne nur schwer aus. Viel passiert ist in der letzten Woche nicht. Am Sonntag habe ich einen Radausflug bis zur Grenze zu den Palästinensergebieten gemacht. Von uns ist das gar nicht weit: ca. 15km.
Am Mittwoch habe ich Vormittags erneut einen Radausflug gemacht. Eigentlich wollte ich in den arabischen Ort Tira fahren, aber wegen zuviel Verkehr und keinem Radweg fuhr ich nur bis zum "deutschen" Moschaf Sede Warburg.



Abends war ich mit den Behinderten beim Sportprogramm, welches in einem Park in Herzliya stattfand. Fitnessübungen, Fahrrad fahren und Nordic Walking gehörten zu den Disziplinen, die die meisten eher schlecht als recht meisterten. Aber der Spaß und die Bewegung sollte ja im Vordergrund stehen. Und es war interessant zu sehen wie Passanten die Behinderten beobachteten.

Abends am Park: Nach den Behinderten haben die Passanten Fitness gemacht
Am Donnerstag machte ich einen kleinen Ausflug nach Pituach, um mit das Hotel Tadmor anzuschauen, für Besuch von Deutschland. Am Rückweg habe ich jetzt erst bemerkt, dass die Flugzeuge in Herzliya beim Landeanflug nur wenige über der Straße fliegen. Für alle reichen Einwohner bietet die Stadt diesen kleinen Flughafen.

Hotel Tadmor in Herzliya Pituach
Flugformationen über den kleinen Flughafen



Samstag, 27. Oktober 2012

Aus dem Alltag

Diese Woche ist wenig Aufregendes passiert, deshalb werde ich etwas über den Alltag schreiben. Außerdem gibt es wieder ein kleines Video zu sehen.

Am Sonntag war ich mit Jossi, einem recht alten Behinderten im großen Krankenhaus von Kfar Saba. Alle wichtigen Unterlagen hatte ich dabei und nach und nach fand ich mich etwas zurecht. Jedenfalls waren wir nach einer Röntgenuntersuchung bei der ärztlichen Untersuchung und der Heilungsprozess nach der Operation ist laut dem Arzt sehr gut verlaufen. Rivka hat zwischendurch angerufen und gefragt, ob alles in Ordnung ist. Nachdem ich mit Jossi wieder mit dem Taxi zurückgekommen bin, war Rivka sehr froh, dass ich alleine alles hinbekommen habe. Solche Aufgaben kann ich jederzeit wieder machen, meinte sie. Jossi kann übrigens nur ganz langsam mit einem Rollator gehen, braucht Hilfe beim Aufstehen, Anziehen, auf die Toilette gehen etc.  

Dienstag besuchte ich den Strand und ging baden. Während des Sonnenuntergangs ist dieses Video entstanden: 



Und um mal einen Arbeitsalltag zu beschreiben, nehme ich den Mittwoch:

5.50 Uhr: Mein Wecker klingelt, ich drehe mich noch einige Male im Bett und stehe dann langsam auf. Ich gehe auf die Toilette, wasche mich, mache mich fertig und trinke einen Kaffee, um wach zu bleiben - oder überhaupt erst richtig aufzuwachen. Die anderen Freiwilligen schlafen um diese Zeit noch.

6.30 Uhr: Pünktlich mache ich mich auf den Weg und gehe quer über den Hof zum Haus Carmel. Im ersten Stock angekommen begrüße ich die Mitarbeiter und mache mich gleich in die Abteilung 4. Dort wecke ich die Männer auf und dusche sie. Zähne werden geputzt und es geht wieder zurück ins Zimmer. An- und ausziehen können sie sich selbstständig (dauert nur sehr lang). Manchmal brauchen sie Hilfe, wenn sie die Hose verkehrt herum anziehen. 

7.00 Uhr: Jetzt rasiere ich die Männer und kämme immer eine Behinderte, die mit einem Kamm auf mich zukommt. Bis 8.00 Uhr sitzen die meisten vor dem Fernseher, andere hören in ihren Zimmern Musik.

7.30 Uhr: Der Colasüchtige Moschiko bekommt immer um diese Zeit etwas Cola. Die Mitarbeiter bringen mir meistens einen Tee. Ich beaufsichtige Abteilung 4, schaue, dass niemand rausläuft und sich niemand schlägt.

8.00 Uhr: Nun fahre ich die Behinderten, die im Rollstuhl sitzen über den Hof zum Speisesaal. Es gibt Frühstück und wie vor jeder Mahlzeit werden den Behinderten Plastikschürzen angezogen, damit sie die Kleidung nicht verschmutzen. Ich gebe mit den Mitarbeitern das Essen aus und füttere einen Teil der Behinderten. Sobald jeder fertig mit dem Essen ist, werden die Schürzen entfernt und jedem der Mund abgewischt.

9.00 Uhr: Meine Behindertengruppe sitzt nun im Bestecksortierungsraum. Abwechselnd essen die Mitarbeiter Frühstück in einem kleinen Raum neben den Speisesaal.

9.30 Uhr - 12 Uhr: Ein Teil der Behinderten sortiert Plastikmesser, ein anderer geht in den Keramikraum, den Webraum oder zu Hundetherapie. Ich nehme einige Behinderte und gehe mit ihnen zum Park, der sich gegenüber der Einrichtung befindet. Um 10 Uhr gibt es immer eine Teepause.

12.15 Uhr: Ab dieser Zeit gibt es Mittagessen. Genau wie beim Frühstück essen erst die Behinderten, dann die Mitarbeiter. Im Unterschied zum Frühstück sitzt man beim Mittagessen neben den Behinderten und nicht im kleinen Essensraum für die Behinderten.

13.00 Uhr: Nun geht es wieder zum Haus Carmel zurück und zwar mit allen Behinderten. Manche machen Mittagsschlaf, andere schauen fern oder hören Musik. "You can go, or you can stay. What you want." sagt Rivka immer. Meistens sitzen wir dann noch zusammen und trinken Tee oder Kaffee und essen etwas Süßes. Oft bekomme ich noch etwas mit, verabschiede mich und gehe dann wieder über den Hof zurück in unsere Wohnung. Nachdem ich dusche und die "Arbeitskleidung" ausziehe, ruhe ich mich meistens aus.


Am Donnerstag wurde ich von Rafi, einem Mitarbeiter aus einem anderen Haus eingeladen, mit zu einem Fußballspiel zu kommen. Mit 6 Behinderten, die auch gerne Fußball spielen, fuhren wir mit unserem VW-Bus nach Tel Aviv in das Bloomfield Stadion. Es spielte Hapoel Tel Aviv gegen Victoria Pilsen im UEFA Cup. Leider verlor Tel Aviv mit 1:2, aber die Behinderten hat das nicht geärgert.



Samstag, 20. Oktober 2012

Ausflug und mehr


Inzwischen habe ich ein Video aufgenommen, dass die WG von innen zeigt. Leider ist es etwas verwackelt, was aber kein Wunder ist, wenn man filmt und sich gleichzeitig bewegt. Man findet es neben einer Skizze der Einrichtung nun unter: http://david-in-israel.blogspot.co.il/p/meine-einrichtung-wg.html

Montags war ich den ganzen Tag am Strand und dachte mir, dass ich die Sonne nochmal ausnutzen sollte. Doch wenn man denkt, dass man von einer Sache nicht genug bekommt, übertreibt man es meist. Am Abend war mein Gesicht rot und die Kollegen, die mit denen ich gemeinsam zu Abend aß, machten sich Sorgen. Jeder sagt dann: "Oh was hast du gemacht? Du bist so rot! sollen wir zu den Krankenschwester gehen?" Doch alles war natürlich halb so schlimm, besonders weil am Dienstag ein großer Ausflug anstand. Mit ca. 40 Behinderten machten wir uns gleich in der Früh auf den Weg. Ein Reisebus brachte uns ein CaféCafé in Bet Shemesh. Dort Frühstückten wir sehr vornehm und erstaunlicherweise konnten sich die Behinderten auch etwas zusammenreißen anständig zu essen. Dazu muss man sagen, dass natürlich nur die fittesten Behinderten mitgekommen sind. Nachdem die Behinderten fertig gespeist hatten, fragte mich Rivka, was ich gerne haben würde. Ich nahm das selbe Frühstück (Schafskäse, Tomatensalat, Omelett, etc.) wie die Behinderten, aber mit Eiscafé.



Anschließend fuhren wir weiter zur Sorek-Höhle, die nahe Bet Shemesh liegt. Eigentlich war es nicht erlaubt, Fotos aufzunehmen, aber als der Aufpasser und Gruppenführer weiter vorne war, nutze ich die Gelegenheit aus. Den Behinderten gefiel es natürlich sehr gut, auch wenn der Weg in der Höhle sehr schmal und rutschig war.


Da wir auf den letzten Kilometern nach Jerusalem wieder im Stau standen, kam der Zeitplan etwas durcheinander. Erst um 15.30 aßen wir in einem guten Restaurant in Jerusalem zu Mittag. Vor- und Hauptspeise waren typisch arabisch/israelische Küche, genauso wie die Baklava zum Nachtisch.



Während der weiteren Fahrt zur Klagemauer haben die Mitarbeiter die Behinderten nach ihren Wünschen und Sorgen gefragt und sie dann auf Zettel geschrieben. Jeder der Behinderten steckte dann seinen Zettel in die Westmauer des ehemaligen Tempels.


Zum Abschied gab es für jeden an einer Autobahnraststätte Cola oder Eis. Da ich heute schon um 6.30 Uhr zu Arbeiten anfing und es mittlerweile 20 Uhr war, entschied ich mich für Cola. 2 Minuten später kam Rivka und gab mir auch noch ein Eis. Später bekam ich dann nochmal Cola. Und weil ich angeblich nicht genug esse, bekam ich zum Schluss noch ein zweites Eis. Müde fuhren wir alle zurück zur Einrichtung.

Am Mittwoch kamen Studenten von der privaten Universität Herzliya zu uns. Ich unterhielt mich mit einer, die wissen wollte, wo der Keramikraum ist. Nach 2 Stunden zuschauen sind alle Studenten wieder gefahren. Eigentlich ist es schade, dass wir wenig mit Gleichaltrigen zu tun haben. Am Nachmittag freute ich mich sehr, dass Post von zu Hause kam. Und am Freitag holte ich unser Essen für die nächste Woche (Foto unten), und schlief den Nachmittag. Samstag musste ich Nachmittags/Abends arbeiten. Rivka schenkte mir mal wieder einen Kuchen.